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Auf den Spuren der Fälscherwerkstatt

Groß war das Interesse bei Bewohnerinnen und Bewohnern aus dem Quartier, nach den Filmen über Hitlers Fälscherwerkstatt, die im Mai im Quartier aufgeführt wurden, nun an den realen Ort des Geschehens zu fahren. Ein junger Mann, gerade 18 Jahre alt, Zivildienstleistender aus Österreich, führte durch die Gedenkstätte Sachsenhausen. Sachkundig, kompetent und ganz nüchtern berichtete er vom Leben in diesem von den Nazis als Arbeitslager konzipierten und von 1936 bis 1945 betriebenen Konzentrationslager. Er zeigte, welche Gebäude wo standen, berichtete mit welcher Grausamkeit die Häftlinge behandelt wurden, zuerst waren es hauptsächlich politische, aber später auch mehr und mehr von den Nazis als rassistisch und biologisch minderwertig eingestufte Menschen. Natürlich verwies er auch auf die von Hitler eingerichtete Fälscherwerkstatt, in der vor allem jüdische Häftlinge hauptsächlich englische und amerikanische Banknoten fälschen mussten. Die Gedenkstätte wird von vielen, vor allem jungen Menschen besucht, die hier sehr eindringlich viele sehr konkrete Informationen über diese Zeit und auch die Hintergründe. Die Antworten auf die vielen Fragen machen betroffen und lassen die Gespräche verstummen. Derzeit gibt es auch eine Sonderaustellung zum sowjetischen Speziallager, das hier von 1945 bis 1950 existierte. Auch wenn ein Vergleich zum Todeslager der Nazis nicht statthaft ist, so respektiert diese Ausstellung doch auch die Opfer - ob schuldig oder schuldlos - die der Krieg auch nach seinem Ende noch forderte.

Text/Bild: Olga Günther und Sabine Schwarz, Nachbarschaftshelferinnen