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Auf nach Charlottenburg

im Schlosspark Charlottenburg


Wolfgang Hambruch und wir, die Nachbarschaftshelferinnen, hatten in diesen schönen Stadtbezirk eingeladen, um wieder in Berliner Geschichte einzutauchen und eine bemerkenswerte Ecke Berlins kennen zu lernen.

Die Exkursion begann auf der Schlossstraße mit dem beeindruckenden Blick die Allee entlang, Richtig Schloss Charlottenburg. Wolfgang Hambruch erzählte, wie immer gut recherchierte Geschichten, und staunend hörten die Marzahnerinnen und Marzahner erst einmal von den russischen Einwandern, Künstlern und reichen Oligarchen, die Anfang der 20ger Jahre des vorigen Jahrhunderts den Stadtbezirk bevölkerten und das Berliner Leben nachhaltig mitbestimmten.

Der blühende Schlossgarten, der durch verschiedene Architekten des 19. Jahrhunderts angelegt und dann später  immer wieder verändert wurde, ist auch 2012 eine Augenweide. Die 22 Bewohnerinnen und Bewohner des Quartiers an der Mehrower Allee, die selber in einem, zurzeit frühlingshaften grünen Quartier zu Hause sind, zeigten sich beeindruckt von den blühenden Bäumen und den schön gestalteten Rabatten.

Mit einem etwas beklemmenden Gefühl betraten sie die Gedächtnishalle im Mausoleum am Ende einer dunklen Tannenallee im Schlosspark, die Friedrich Wilhelm III. der 1810 plötzlich verstorbenen 34 jährigen Herzenskönigin Luise errichten ließ, und waren dann doch beeindruckt von den marmornen Sarkophagen und den Inschriften an den Wänden.

Im Anschluss ließen sich die Wanderer mit viel Appetit das Picknick, das die Nachbarschaftshelferinnen vorbereitet hatten, schmecken. Man genoss den schönen warmen Frühlingstag, und etwas fußmüde machten sie sich mit staubigen Schuhen, aber durchaus heiter und mit neuen Erkenntnissen, ins Gespräch mit ihren Nachbarn vertieft, auf den Heimweg.

Text und Foto: Nachbarschaftshelferinnen