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Besser als Picasso - Kinderkunst im Stadtteilzentrum Marzahn-Mitte

Bei der Eröffnung
Bei der Eröffnung

Mit Akkordeonklängen eröffneten kleine Musiker heute um 16.30 Uhr eine ungewöhnliche Ausstellung im Stadtteilzentrum in der Marzahner Promenade 38.

Anstatt einer feierlichen Hymne oder eines klassischen Stücks wurde „Old MacDonald had a farm“ gespielt, was die besondere Ausstellung effektvoll unterstrich.

Die zirka fünfjährigen Künstlerinnen und Künstler aus der Kita „Sonnenschein“ in der Walther-Felsenstein-Straße 39 - 41, die auf diesen Moment lange gewartet haben, sangen begeistert mit.

Unter dem Motto „Die Schildkröte feiert Geburtstag“ entstanden die verschiedensten Bilder. Neben Schildkröten sieht man Fisch fressende Pelikane, ein Nilpferd, wunderschöne rote und gelbe Sonnen mit und ohne Strahlen, Blumen und viele andere phantasievolle Dinge, die dazu anregen, die Welt mit anderen – kindlichen – Augen zu sehen.

Die Vernissage stellt den Höhepunkt des Projekts, „Geschichte im Bild - bis zur Entstehung einer Ausstellung“ dar. In diesem Rahmen lernten die Kinder neben praktischen Dingen, wie man mit Tusche arbeitet oder Farben mischt, auch wie ein Bild entsteht. Schritt für Schritt wurde den Kindern erklärt, dass man zuerst die Idee in einer Skizze festhält, dass anschließend das Bild gemalt wird, dass es gerahmt werden muss, dass in einer Galerie ein Preis festgelegt wird und dass die Vernissage den Höhepunkt der Ausstellung bildet.

Welches Kindergartenkind weiß das schon? Wenn man bedenkt, dass ein Kind erst mit etwa achtzehn Monaten die ersten willkürlichen Krickel-Versuche unternimmt, sich langsam steigert und frühestens mit ca. vier Jahren befähigt sein wird, die eigene Wahrnehmung per Bild bewusst wiederzugeben und mit Vorstellungskraft zu kombinieren, ist das eine Leistung, die hohe Anerkennung verdient. Geleitet wurde das Projekt von Margit Kretzschmar, die damit eine Idee von Dr. Gunter Nimmig verwirklichte. Dieser wollte ursprünglich über das Thema „Was ist eine Galerie?“ Kindern Kunst näher bringen. Er, selbst lange Jahre Leiter der Galerie M, freute sich sehr über die Arbeiten und die Geschichte.

Die Entwicklung der Kita-Kinder bis hin zu kleinen Künstlerinnen und Künstlern wurde von Kristina Schrandt dokumentiert. Die Arbeiten der Kinder werden ab dem 17.12.2009 im Kiezschaufenster im Durchgang Raoul-Wallenberg-Straße / Ecke Märkische Allee zu sehen sein.

Die Präsentation auf einer großen Leinwand beeindruckte die bescheidenen Malerinnen und Maler, die sich selbst wieder erkannten, sehr. 

„Mein Leben lang habe ich versucht, wieder wie ein Kind zu malen“ sagte einst Pablo Picasso, der sich stets diesem Ziel versuchte anzunähern, ohne es jedoch zu erreichen. „Kinder haben eben den besonderen Blick“, den man mit dem „Erwachsen-Werden“ verliert, ergänzte schließlich Kristina Schrandt.

Übrigens gibt es außer Picasso noch viele andere, die Kinderkunst zu schätzen wissen. Ein Bild eines jungen Künstlers, namens Karlo, war bereits vor Ausstellungsbeginn verkauft. Die Bilder scheinen also heiß begehrt zu sein! Suchen sie vielleicht noch etwas ganz besonderes, um ihre Wohnung, ihr Büro oder ihre Praxis zu schmücken? Wie dem auch sei – in jedem Fall sollten sie sich diese Ausstellung, die auf erfrischend unkonventionelle Art und Weise beeindruckt, auf gar keinen Fall entgehen lassen!

Text: Uta Reincke, Bewohnerredaktion

Foto: Kristina Schrandt, Bewohnerin