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Der erste Stadtspaziergang nach Friedrichsfelde am 13. März

Herr Hambruch und seine Stadtspaziergänger
Herr Hambruch und seine Stadtspaziergänger

Pünktlich um 10 Uhr ging`s los zum Zentralfriedhof nach Friedrichsfelde. Der Weg begann schon gleich hinter dem S-Bahnhof Lichtenberg, als Wolfgang Hambruch von den ehemaligen Gemeinden und Orten am damaligen Berliner Stadtrand erzählte. Dann machten wir das erste Mal Halt am beeindruckenden Mahnmal der Gedenkstätte der Sozialisten mit den Gräbern von Rosa Luxemburg und Wilhelm und Karl Liebknecht.

Von dort stolperten wir sozusagen über eine große Tafel mit Namen, die uns sehr betroffen machte. Sie war zum Gedenken an ein furchtbares Schiffsunglück auf der Spree im Jahr 1951 aufgestellt worden, bei dem Kinder und ihre Erzieherinnen nach einem Ferienlageraufenthalt ums Leben kamen. Nur einige der älteren Teilnehmer dieses Spaziergangs hatten davon gewusst. Für alle war der Rundgang ein Erkenntniszuwachs, denn Wolfgang Hambruch, der belesene Nachbar, führte uns, gut vorbereitet wie immer, zu Grabstätten und Mausoleen berühmter und interessanter Persönlichkeiten, von denen keiner etwas ahnte. Der Friedhof selbst hat eine interessante Geschichte, die den meisten auch weitestgehend unbekannt war- vom Armenfriedhof zum bevorzugten Ort für die letzte Ruhestätte ganz gut betuchter Berliner Bürger. So bestaunten wir das beeindruckende 10 m hohe Gebäude des Kolumbariums, das als Urnenstätte für zwei Völkerkundler des 19. Jahrhunderts der Familien Vohsen und von den Steinen errichtet wurde. Wir liefen vorbei am Ehrenhain und an einer der größten Berliner Begräbnisstätten von Verfolgten und Widerstandskämpfern gegen das Nazi Regime zu den Gedenksteinen der Künstlergräber. Hier boten aufgestellte kleine Tafeln Erklärungen für einzelne Grabstätten an. Wolfgang Hambruch ergänzte mit Geschichten aus dem Leben, bspw. der fortschrittlichen Schriftsteller Friedrich Wolf und Alex Wedding.

Der Wind pustete tüchtig und auf dem kleinen Weg durch die Kleingartenkolonie zur S-Bahn munterten die ersten Frühlingsboten, Schneeglöckchen und Märzenbecher, die etwas nachdenklichen Spaziergänger wieder auf.

Text: Sabine Schwarz, Nachbarschaftshelferin
Foto: Olga Günther, Nachbarschaftshelferin