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Gebiet

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Lassen Sie sich einladen zu einem Rundgang durch das Quartier, das zwischen der Mehrower Allee im Norden und der Raoul-Wallenberg-Straße im Süden liegt, im Westen von der Märkischen Allee und im Osten vom Bürgerpark Marzahn begrenzt ist. Hier stehen elfgeschossige Gebäude, die große Wohnhöfe bilden, einzelne Hochhäuser mit bis zu 21 Geschossen und eher niedrigere Häuser mit "nur" fünf oder sechs Stockwerken zumeist aus den 1980er Jahren, die meisten von ihnen in den letzten Jahren, teilweise auch altersgerecht, voll - oder zumindest teilsaniert. Damit unterscheidet sich das Quartier nur wenig von den benachbarten Wohnvierteln der Großsiedlung, mit denen zusammen es den Stadtteil Marzahn-Mitte bildet.

5.500 Wohnungen gehören sieben Eigentümern, wobei die Wohnungsunternehmen allod, degewo und WG Marzahner Tor die meisten Bestände im Quartier verwalten. Neben wohnortnaher sozialer Infrastruktur gibt es im Norden des Gebietes ein größeres Dienstleistungs- und Gesundheitszentrum mit umfassender ärztlicher überregionaler Versorgung.
An den Berliner Nahverkehr ist das Wohngebiet über die S-Bahnhöfe Mehrower Allee und Raoul-Wallenberg-Straße angebunden und auch Straßenbahn und Bus garantieren gutes An- und Fortkommen.
Eine Besonderheit zu der sonst eher dichten Bebauung bildet das viele Grün im Quartier: der angrenzende Bürgerpark, der Hochzeitspark, das Regenrückhaltebecken, die grünen Innenhöfe, die Spiel- und Sportplätze, die Gärten der Kindertageseinrichtungen, die vielen Vorgärten und nicht zuletzt der „Garten der Begegnung“ – die grüne Oase inmitten des Quartiers.

Bauliche Veränderungen

Gerade baulich hat sich in den letzten Jahren viel getan. Seit 2002 gehört das Gebiet zur Stadtumbau-Ost-Kulisse. Dadurch konnten viele Baumaßnahmen im Gebiet realisiert werden. So wurden beispielsweise zwei Kitas, zwei Schulgebäude, eine Jugendeinrichtung und die südlichen Ringkolonnaden, aber auch ein großes Wohngebäude in der Ludwig-Renn-Straße 46-62 abgerissen. Die dort frei gewordene Fläche wurde so umgestaltet, dass sie mit dem benachbarten Bürgerpark optisch zusammenwächst.
Für einige der Abrissflächen / Brachen im Gebiet fehlen allerdings noch neue Nutzungen, andere Flächen wurden mit Hilfe von Fördermitteln und bezirklichen Haushaltsmitteln umfangreich aufgewertet. Neu und einmalig in Berlin ist der Hochzeitspark. Seit November 2007 haben hier Bewohnerinnen und Bewohner aus Marzahn, aber auch aus anderen Teilen der Stadt, des Bundesgebietes und anderen Ländern der Welt mehr als 200 Bäume auf einer ehemaligen Brache gepflanzt – zu Hochzeiten, Geburten, Geburtstagen oder anderen besonderen Anlässen. Auf Grund der wachsenden Nachfrage wurde der Hochzeitspark mehrfach erweitert. Im kommenden Jahr entsteht auf der seit 2011 umgestalteten Erweiterungsfläche ein „Eingangstor“, mit dem der Hochzeitspark sichtbar gekennzeichnet und die Rahmengestaltung abgerundet werden sollen. Davon werden nicht nur Gäste und Baumpflanzer aus aller Welt profitieren, sondern vor allem auch die Quartiersbevölkerung, die sich für den Park, seine Entstehung, seine Baumarten und seine „Geschichte(n)“ interessiert.
Aber auch die Wohnungsunternehmen haben über den Stadtumbau Ost einige Baumaßnahmen umgesetzt. So wurde 2009 in der Mehrower Allee 38-48 (http://www.stadtentwicklung.berlin.de/staedtebau/foerderprogramme/stadtumbau/Teilrueckbau-Mehrower-Allee.4531.0.html) ein Wohngebäude an den Ringkolonnaden, für das ursprünglich ein Komplettrückbau vorgesehen war, von der degewo zurückgebaut. Es entstanden 156 Wohnungen mit attraktiven Grundrissen und Mieterterrassen, die einen großen Zuspruch vor allem bei älteren Menschen gefunden haben.

2007 entstand das Seniorenzentrum „POLIMAR“, das durch den Teilrückbau eines Wohngebäudes der degewo gegenüber dem Ärztehaus entstand. Was man so alles aus den 11-geschossigen Plattenbauten machen kann! Jetzt mit nur fünf Etagen und dem Dachgarten obendrauf ist seine Herkunft fast nicht mehr zu erkennen.

Das Quartier verfügt über eine gute Infrastruktur. Das Einkaufszentrum PLAZA Marzahn versorgt die Mieter mit allen Dingen des täglichen Bedarfs. Wichtige Dienstleistungen werden ebenfalls angeboten, vor allem ist auch das Ärztehaus mit zahlreichen Fachpraxen zu nennen.
Auch die soziale Infrastruktur mit hervorragenden Angeboten für Kinder und Jugendliche, sowie zahlreiche Freizeit-, Sport- und Begegnungsstätten für alle Generationen bieten beste Voraussetzungen für ein abwechslungsreiches Leben am Wohnort. In diese Einrichtungen wurde in den letzten Jahren viel investiert.

Neben den geförderten Baumaßnahmen über das Teilprogramm Stadtumbau Ost konnten seit 2007 auch im Rahmen der Sozialen Stadt zahlreiche Bauprojekte an verschiedenen Stellen im Quartier umgesetzt werden. Hinzu kommen zusätzliche Investitionen auch durch private Bauherren.

Darüber hinaus gibt es noch einige "offene Baustellen", für die in den nächsten Jahren noch Lösungen gefunden werden müssen.

Bewohnerstruktur
Im Quartier an der Mehrower Allee leben über 8.300 Menschen (Stand Dezember 2013) aller Altersgruppen. Dennoch sind die Menschen hier im Durchschnitt älter als in anderen Teilen der Großsiedlung: Viele kamen als Erstmieter zu Beginn der 1980er Jahre ins Quartier und sind hier älter geworden. Viele ältere Bewohnerinnen und Bewohner sind aber auch neu zugezogen, weil Wohnungsunternehmen eine Reihe von Wohnungen barrierearm saniert haben. Im Seniorenzentrum POLIMAR werden zudem altengerechtes und betreutes Wohnen sowie zahlreiche Pflegeplätze angeboten.
Barrierearme Wohnungen sind aber auch für junge Familien, die zunehmend ins Gebiet ziehen, interessant. Die Kitas im Quartier sind ausgebucht und auch die Karl-Friedrich-Friesen-Grundschule hat gefüllte Klassen.
Unter den Neuzugezogenen sind viele Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler (ca. 10%), die seit den 1990er Jahren aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion gekommen sind. Ein Zuwachs von Menschen anderer Herkunftsländer, insbesondere aus Vietnam und Polen, ist ebenfalls zu erkennen.

In den letzten Jahren machen aber auch Arbeits- und Perspektivlosigkeit, Armut und Unsicherheit vorm Quartier an der Mehrower Allee nicht halt. Trotz eher ungünstiger Rahmenbedingungen dennoch einen lebens- und liebenswerten Kiez zu erhalten, dafür ziehen viele, vor allem auch Bewohnerinnen und Bewohner – unterstützt durch das Quartiersmanagement – an einem Strang.

Geschichte des Quartiers

Text: Quartiersmanagement / Weeber+Partner