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Teigtasche oder Frühlingsrolle?

Neugierig und gespannt warteten die Bewohnerinnen auf die interessanten zum Teil exotischen Zutaten, die von den russisch- und vietnamesischsprachigen Nachbarinnen mitgebracht wurden. Was würde zuerst zubereitet werden?
Man einigte sich darauf, zuerst die Teigtaschen zu fertigen, wozu Swetlana Schönknecht die anwesenden Frauen und einen Herrn einlud. Sie erklärte, dass es viele verschiedene Sorten an Teigtaschen mit sehr unterschiedlichen Füllungen gibt, und dass diese zu kreieren schon lange eine Familientradition sei.
Alle „Köchinnen und Köche“ saßen an einer großen Tafel zusammen und bereiteten, unter Anleitung, verschiedenste Speisen vor. So wurden auf einer bemehlten Fläche die vorbereiteten Teigbälle ausgerollt und runde Scheiben ausgestochen. Danach begannen alle die Teigtaschen nach dem Muster von Swetlana Schönknecht mit einem Fleisch-Kürbisgemisch zu füllen und die kleinen Teigscheiben in der richtigen Reihenfolge so zu falten, dass kleine „Taschen“ entstanden. Dabei stellten sich die Anwesenden unterschiedlich geschickt an, was Heiterkeitsausbrüche nach sich zog, wenn sie dann doch nicht so ganz gelungen waren. Swetlana Schönknecht ermahnte aber alle, dass man sich doch Mühe geben solle: „Schließlich essen Sie ja auch mit den Augen“. Nachdem die Teigtaschen vorbereitet waren, erregten vier übereinander gestapelte Töpfe mit Löchern Aufmerksamkeit, denn darin wurden die Teigtaschen dann ca. eine halbe Stunde gedünstet.
In der Zwischenzeit warteten auf dem Tisch Schüsseln und Teller voll frischem Gemüse und Kräutern zur weiteren Verarbeitung. Die Anwesenden setzten sich um diese herum und die vietnamesischen Nachbarinnen zeigten, wie eine frische Frühlingsrolle geformt wird. Das war interessant, denn eigentlich kannte man nur die in Öl gebratenen aus der Tiefkühltruhe. Zunächst wurde eine tellergroße Scheibe Reispapier durch ein Wasserbad gezogen und anschließend mit grünen Gurkensticks, frischem Koriander und Taubnesselblättern, mit kleine geraspelten Mohrrüben und ebenso klein geschnittenem Ei gefüllt. Ein paar Fäden Reisnudeln komplettierten die Füllung und dann ging es ans Formen der Frühlingsrollen. Auch hier erwies es sich als clever, genau die richtige Menge abzuschätzen, um dann am Ende eine schöne Rolle zu erhalten.
Diese wurden zusammen mit den Teigtaschen und speziell ausgewählten Saucen anschließend mit gutem Appetit verzehrt. Man saß in geselliger Runde zu Tisch und freute sich auf die gemeinsame Mahlzeit, die man zusammen mit zubereitet hatte. Einhellig wurde die sorgfältige und so mühevolle Vorbereitung der Frauen bewundert und gewürdigt. Natürlich tauschte man sich auch zu eigenen Rezepten aus und machte sich gegenseitig Appetit auf das nächste Mal. Vielleicht bringt jeder noch eine Nachbarin oder einen Nachbarn mit. 

Text: Sabine Schwarz, Nachbarschaftshelferin
Foto: Olga Günther, Nachbarschaftshelferin