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Neuer Straßenname gegen das Vergessen

Ab 1936 gab es jenseits des S-Bahnhofes Raoul- Wallenberg-Straße - dort wo es heute zum Zirkus- zelt vom "Springling" geht - ein Zwangslager für Sinti und Roma. Für die hier Internierten begann eine Zeit, die von Erniedrigung, Furcht und Unmenschlichkeit geprägt war. Im Frühjahr 1943 wurden sie in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert, nur wenige überlebten das Grauen. Damit diese schändlichen Ereignisse nicht vergessen werden, wurde das Teilstück der Wolfener Straße, das sich auf dem Gelände des ehemaligen Lagers befindet, in Otto-Rosenberg-Straße und das Rondell am S-Bahnhof in Otto-Rosenberg-Platz umbenannt. Damit gibt es in Berlin einen ersten Gedenkort für Sinti und Roma - an einer zentralen Gedenkstätte fehlt es jedoch noch immer. Otto Rosenberg (1927- 2001) war einer der Überlebenden des Zwangs- und Vernichtungslagers und langjähriger Vorsitzender des Landesverbandes Deutscher Sinti und Roma Berlin-Brandenburg e.V. Anlässlich des 65. Jahrestags der Verordnung zum Massenmord an den Sinti und Roma vom 16.12.1942 enthüllten nun Petra Rosenberg, die Tochter Otto Rosenbergs, Petra Pau, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags, Dagmar Pohle, Bezirksbürgermeisterin von Marzahn-Hellersdorf, und Petra Wermke, Vorsteherin der Bezirksver- ordnetenversammlung Marzahn-Hellersdorf, das neue Straßenschild. Auch die Öffentlichkeit nahm großen Anteil: An die 200 Gäste verfolgten das Geschehen, darunter Bezirkspolitiker, Presse, Rundfunk und Fernsehen. Auch Walter Momper, Präsident des Abgeordnetenhauses, war gekommen und legte einen Kranz nieder. Danach ging es weiter ins Schloss Biesdorf, wo sich eine Gedenkveranstaltung mit Gregor Gysi, Otto Sander und Marianne Rosenberg anschloss. Einstimmig pflichteten alle Anwesenden bei, dass niemandem auch nur die kleinste Tür dafür geöffnet werden darf, die Verbrechen aus dieser Zeit zu relativieren.Straßenumbenennung