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Stadtspaziergang zum Deutschen Historischen Museum

Im Rahmen der Berlin-Reihe, die mit interessanten Spaziergängen auch in diesem Jahr fortgeführt wird, trafen sich Bewohnerinnen und Bewohner des Quartiers an diesem kalten Februarmorgen auf dem S-Bahnhof Raoul-Wallenberg-Straße.
Die Nachbarschaftshelferinnen und Wolfgang Hambruch, der in Geschichte sehr versierte Nachbar, hatten die Bewohnerinnen und Bewohner des Quartiers zu einem Besuch der in der Berliner Öffentlichkeit sehr umstrittenen Ausstellung „Hitler und die Deutschen“ im Deutschen Historischen Museum unter den Linden eingeladen.
Nach einem kleinen Spaziergang in der frostigen, aber sehr klaren Winterluft - vorbei am Dom und dem neu eröffneten, herrlich restaurierten historischen Gebäuden des Neuen Museums - betraten die 20 Personen mit einem jungen Referenten, der durch die Ausstellung führte, die Räume des Museums.
Die Bilder der Ausstellung, die sehr eindrücklich die Wirkung und Rücksichtslosigkeit der Person Hitler selbst, aber auch die der Propaganda jener Zeit und die Macht, Cleverness und Zielstrebigkeit seiner Helfershelfer in der deutschen Industrie und im Militär zeigten, schockierten die Besucher zum Teil schon und hatten eine beklemmende Wirkung.
Besonders deutlich wurde die Gefahr, die aus einem diktatorischen Gesellschaftssystem ohne bürgerschaftliche Kontrollmechanismen erwächst, dargestellt.
Ganz selbstverständlich kamen die Besucher auf ihre eigene Geschichte zu sprechen, auf die Rolle von Führungspersonen und auch auf die Chancen und Grenzen des heutigen demokratischen Deutschlands.
Nachdenklich und in interessante Gespräche vertieft, machten sich die Nachbarn nach gut zwei Stunden auf den Heimweg. Sie erkannten, dass die Geschichte keine für immer geltenden Wahrheiten enthält und dass historische Vorgänge von Generation zu Generation ziemlich unterschiedlich bewertet werden.
Sehr klar wurde jedoch von allen Anwesenden, ob jung oder alt die Abscheu vor der rassistischen und menschenverachtenden Ideologie der alten und neuen Nazis formuliert. Sich mit diesem Teil der Geschichte weiter zu beschäftigen, bleibt auf unserem Programm und führt uns schon am 22. März zum Humboldthain nach Kreuzberg.

Text: Sabine Schwarz, Nachbarschaftshelferin
Foto: Olga Günther, Nachbarschaftshelferin