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Vom 8. Berliner Quartiersratskongress

Fotos: K. Heinze

Unter dem Motto "Verbesserung des Kiezlebens - Solidarische Nachbarschaften nachhaltig gestalten" fand am 4. März 2016 der 8. Quartiersratskongress im Berliner Abgeordnetenhaus statt. Anlass des Kongresses, zu dem die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt jährlich einlädt, ist den vielen engagierten Berliner Quartiersräten für ihre Arbeit zu danken, den Austausch anzuregen und sich untereinander zu vernetzen.

Auch Quartiersräte, Aktionsfonds-Jurymitglieder und das QM-Team aus dem Quartier Mehrower-Allee waren mit vor Ort und repräsentierten ihr Quartier auf dem "Markt der Möglichkeiten". Die informative Ausstellung im Eingangsbereich des Plenarsaals gab Einblick in die geleistete Arbeit und besondere Projekte in den unterschiedlichen Quartieren. 

Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel und der Präsident des Abgeordnetenhauses Ralf Wieland besuchten die Stände und informierten sich über die Situation in einzelnen Kiezen und über die Projekte.

Im Plenarsaal wurde der Kongress dann offiziell von Ralf Wieland eröffnet. Nach einer Präsentation des Projektes Edupoint Schülerpaten aus der Spandauer Neustadt wurden die Verantwortlichen des Programms Soziale Stadt in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt von den Quartiersräten zu diversen Themen befragt. Martina Pirch, Knut Henkel und Gabriela Kwiatkowski äußerten sich in der offenen Diskussionsrunde direkt zu den Anliegen der Quartiersräte.

Im Vordergrund standen hierbei u.a. die Möglichkeiten und Grenzen der Honorierung von ehrenamtlichem Engagement. Von einigen Quartiersräten wurde auch eine stärkere Unterstützung ihrer Arbeit, z.B. durch speziellere Einführungsworkshops in die förderrechtlichen Besonderheiten des Programms Soziale Stadt gewünscht. Die Bereitstellung von BVG-Fahrscheinen für Ehrenamtliche war ebenfalls ein Thema. Senator Geisel verwies hier in einem spontanen Redebeitrag auf die Möglichkeit der verstärkten Zusammenarbeit mit gemeinnützigen Vereinen, die entsprechende BVG-Kontingente beantragen können.

Von einigen Quartiersräten wurde die Wichtigkeit von Kiezzeitungen betont, die weiterhin gefördert werden sollten. Auch die Unterstützung von Geflüchteten und die Bereitstellung entsprechender finanzieller Mittel, z.B. im Quartier Moabit Ost, war ein wichtiges Thema. Knut Henkel verwies hier auf die Möglichkeiten des Netzwerkfonds, in den ehrenamtliche Strukturen verstärkt eingebunden werden können.

In seiner Abschlussrede betonte Senator Geisel die dringende Notwendigkeit, nach den Jahren, die eher durch den Bau von Eigentums- und hochpreisigen Mietwohnungen geprägt waren, nun den Bau von bezahlbaren Wohnungen zu forcieren. In diesem und den nächsten Jahren sollen etwa 10.000 Wohnungen durch die kommunalen Wohnungsbaugesellschaften entstehen, damit die soziale Mischung in Berlin auch weiterhin erhalten bleibt.

Er dankte den Berliner Ehrenamtlichen für ihr außerordentliches Engagement, auch im Hinblick auf die Bewältigung der Flüchtlingsunterbringung. Ihre Stärke sei u.a. die interkulturelle Kompetenz in den Quartieren, die vielfältig und beispielhaft zum Einsatz komme.

Der Kiezchor Wassertorplatz, geleitet von Viktoria Balitska, schloss den offiziellen Teil der Veranstaltung mit der Darbietung von Gospel-Songs. Abschließend klang der Kongress dann im Casino bei einem Imbiss, musikalischer Untermalung und vertiefenden Gesprächen aus.

Text und Fotos: Kerstin Heinze