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Was ist ein Quartiersmanagement?

7 Fragen an die Macherinnen

Sicherlich haben auch Sie das eine oder andere Mal schon etwas vom Quartiersmanagement Mehrower Allee gelesen oder gehört und sich gefragt, was ist das eigentlich? Die Bewohnerredaktion hat diese Fragen gestellt und die Quartiersmanagerinnen Heike Gerth und Elena Westphal haben geantwortet:

Was macht ein Quartiersmanagement?

Vielleicht zuallererst, was es nicht macht: Es vermietet auf keinen Fall Quartiere, also Wohnungen. Ansonsten tut es, was dem Quartier, also dem Kiez oder - wie die Marzahnerinnen und Marzahner üblicherweise sagen - dem Wohngebiet und vor allem denen, die hier leben, gut tut. Grundsätzlich geht es darum, die Situation im Viertel zu stabilisieren und das Zusammenleben zu verbessern. Das wollen alle anderen, die sich hier engagieren, auch. Und die unterstützen wir.

Wie sieht diese Unterstützung aus?

Wichtig sind in erster Linie Informationen. Was wird vor allem in den sozialen und kulturellen Einrichtungen gemacht, wie kommt das an? Was wird wirklich gebraucht? Schon oft haben wir festgestellt, dass der eine nicht immer weiß, was der andere tut und umgekehrt. Das betrifft die Anbieter untereinander ebenso wie die Bewohner, die sich oftmals etwas wünschen, was doch bereits um die Ecke angeboten wird. Für das, was dann tatsächlich dringlich ist, werden gemeinsam Projekte entwickelt und auch umgesetzt.

Gibt es solche Verfahren auch anderswo?

Ja, seit 1999 hat der Senat von Berlin gemeinsam mit den Bezirken inzwischen 33 Quartiersmanagements stadtweit eingerichtet, davon drei im Bezirk Marzahn-Hellersdorf. Voraussetzungen für ein solches Verfahren sind besonders problematische Situationen in den Quartieren und in der Bewohnerschaft, wie wir sie ja vor allem in den Innenstadtbezirken Neukölln, Wedding und Kreuzberg vorfinden. Aber inzwischen gehören auch Gebiete dazu, in denen die Situation bei weitem noch nicht so schwierig ist, aber wo doch in den letzten Jahren deutliche Veränderungen stattgefunden haben: u.a. zunehmende Erwerbslosigkeit und damit sinkende Einkommen, hohe Wegzugsquoten und damit eine drohende Entmischung der Bewohnerschaft.

Sind Sie Mitarbeiterinnen des Bezirksamtes oder eines Wohnungsunternehmens?

Nein, wir gehören weder zur Verwaltung noch zu einem der hiesigen Wohnungsunternehmen. Wir sind Mitarbeiterinnen eines Büros für Stadtplanung und Sozialforschung, das von Bezirk und Senatsverwaltung dafür ausgewählt wurde. Wichtig ist gerade, dass wir in keine "Schublade" gehören, sondern über alle Ressortgrenzen hinweg arbeiten. An unserem Tisch kommen regelmäßig Vertreter unterschiedlicher Verwaltungen, unterschiedlicher Wohnungsunternehmen und Mitarbeiter hiesiger Einrichtungen zusammen, um über die Quartiersentwicklung nachzudenken.

Ist denn auch daran gedacht, die Bewohnerinnen und Bewohner dieses Viertels mit einzubeziehen?

Natürlich, genau das ist einer der wichtigsten Bausteine, auf denen dieser gesamte Prozess basiert. Die Menschen, die hier leben, wissen doch am besten über alles Bescheid. Aber wir wollen nicht nur herausfinden, was ihnen gefällt oder was ihnen fehlt. Nein, wir wollen, dass sie mitdenken und mitmachen und dass sie es als ihre ureigene Aufgabe verstehen, sich für die Entwicklung des Quartiers und für den eigenen Nachbarn zu interessieren.

Wie soll das gehen, was kann man machen?

Im Mai 2006 haben wir einen Quartiersbeirat gegründet, dem – zwar teilweise in wechselnder Zusammensetzung - vierzehn sehr engagierte Bewohnerinnen und Bewohner und Vertreter von zehn Einrichtungen und Vereinen angehören. Mit ihnen entwickeln wir Strategien und Projektideen, beraten und konkretisieren die Konzepte, entscheiden über die Verwendung der Mittel aus unseren Quartiersfonds und vor allem – sie bringen die Ideen unter die Leute. Aber auch alle anderen sind aufgerufen, sich genau umzuschauen, sich eigene Gedanken zu machen und daraus Ideen zu entwickeln.

Und dann?

Dann hoffen wir, dass wir diese Ideen auch erfahren. Gesprächsmöglichkeiten sind immer vorhanden. Entweder täglich bei uns im Vorortbüro in der Alfred-Döblin-Straße 2A oder auf einer der Veranstaltungen hier im Gebiet, aber natürlich sind wir auch telefonisch und per Mail erreichbar.