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Zeit zu gehen

Es war schon etwas Besonderes, als am Nachmittag dieses Tages in den Räumen des Verwaltungsgebäudes der WBG Marzahn ein Film im Beisein der Regisseurin und auch der Schau- spieler uraufgeführt wurde. "Zeit zu gehen" beschreibt den mutigen Entschluss einer jungen Mutter nach quälenden und gewalttätigen Auseinandersetzungen, ihren Mann und ihr Zuhause zu verlassen und in ein Frauenhaus zu gehen. Dort findet sie Ruhe und Unterstützung, um ihr Leben neu zu ordnen und einen Neustart in einer eigenen Wohnung zu wagen. Auch unter Frauen existieren sehr viele Bedenken und Vorurteile und viel zu wenig Wissen darüber, was in einem Frauenhaus passiert und wie es sich dort lebt. Und Frauenhäuser, deren Adressen nie bekannt sind, können natürlich auch keinen Tag der offenen Tür veranstalten. Da Gewalt in Familien ein nicht zu unterschätzen- des Thema - auch hier in Marzahn - ist, entstand die Idee zu diesem Film. Unterstützt wurde sie durch die Gleichstellungsbeauftragte des Bezirkes Marzahn-Hellersdorf und die Steuerungsrunde des Quartiersmanagements Mehrower Allee. Damit kam auch eine Förderung mit finanziellen Mitteln des Programms "Soziale Stadt" zustande. Untersetzt ist die Filmhandlung mit wichtigen Hinweisen und Kommentaren der Leiterin und der Mitarbeiterinnen des 3. Autonomen Frauenhauses in Berlin (Hestia e.V.). Fürs erste gibt es den Film in vier Sprachen - Deutsch, Englisch, Russisch und Türkisch. In nächster Zeit geht es darum, ihn berlinweit an möglichst vielen Orten zu zeigen. Dass mit dem Film ein Volltreffer gelandet wurde, steht außer Frage: Großer Applaus und ausschließlich positive Beurteilungen waren die Reaktionen auf die Aufführung.